Rio Grande, Fluss an der Mexiko-USA Grenze, Mexiko.
Der Rio Grande erstreckt sich über 3050 Kilometer von den Rocky Mountains in Colorado durch Wüstengebiete bis zum Golf von Mexiko. Das Flussbett bildet auf weiten Strecken eine natürliche Grenze zwischen zwei Ländern und durchquert dabei sehr unterschiedliche Landschaften von Bergregionen bis zu tiefliegenden Küstenebenen.
Indigene Völker siedelten jahrhundertelang entlang der Ufer, bevor spanische Entdecker im 16. Jahrhundert den Wasserlauf kartierten. Im 19. Jahrhundert wurde der Flussverlauf durch Verträge zwischen zwei Nationen offiziell als Grenzlinie festgelegt.
Lokale Gemeinschaften beiderseits des Wassers sprechen von zwei verschiedenen Namen für denselben Fluss: Rio Bravo auf mexikanischer Seite und Rio Grande auf der amerikanischen. Bewohner der Uferregionen pflegen bis heute Landwirtschaft nach Methoden, die sich an die jahreszeitlichen Schwankungen des Wasserstands anpassen, wobei traditionelle Bewässerungssysteme noch sichtbar sind.
Der Wasserspiegel schwankt stark je nach Jahreszeit, wobei das Frühjahr oft höhere Pegel bringt und der Sommer niedrigere Stände zeigt. Zugang zum Ufer ist an vielen Stellen möglich, aber Reisende sollten auf wechselnde Strömungsbedingungen und lokale Vorschriften zur Grenzzone achten.
Ein großer Nebenfluss namens Rio Conchos trägt mehr Wasser zum Hauptstrom bei als jede andere Quelle, etwa doppelt so viel wie der zweitgrößte Zufluss. Dieser Zufluss verändert den Charakter des Wasserlaufs merklich, besonders in den trockenen Abschnitten weiter flussabwärts.
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