Havanna, Hauptstadt in der Provinz Havanna, Kuba
Havanna liegt an einer Bucht und zeigt Gebäude in unterschiedlichem Zustand: von restaurierten Kolonialfassaden bis hin zu bröckelnden Balkonen mit Wäsche. Die Straßen wechseln zwischen Kopfsteinpflastergassen und breiten palmengesäumten Alleen, wo Autos aus den 1950er Jahren neben modernen Fahrzeugen fahren.
Die Spanier gründeten die Siedlung 1519 an ihrem heutigen Standort nach dem Versuch anderer Orte, und sie wurde bald zu einem wichtigen Hafen für Schiffe, die nach Europa zurückkehrten. Später im 20. Jahrhundert verwandelte sie sich in ein Zentrum für Kasinos und Nachtleben, bevor eine Revolution 1959 das Land grundlegend veränderte.
Musik durchzieht den Alltag: spontane Rumba-Gruppen treffen sich auf Plätzen und Son-Rhythmen wehen aus offenen Türen. Abends spielen Bewohner Domino an Straßenecken und auf Veranden, während Kinder auf den Gehwegen Fußball spielen.
Die Hauptviertel liegen nah beieinander und können zu Fuß erkundet werden, obwohl Kopfsteinpflaster uneben sein kann und Gehwege manchmal blockiert sind. Sammeltaxis und private Oldtimer bieten Fahrten zwischen den Bezirken, wobei Preise im Voraus ausgehandelt werden.
Jeden Abend um 21 Uhr wird eine Kanone von einer Festung mit Blick auf den Hafen abgefeuert, eine Tradition aus dem 18. Jahrhundert, die einst das Schließen der Stadttore signalisierte. Die Explosion hallt durch mehrere Viertel und viele Bewohner stellen ihre Uhren danach.
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