Candi Kedaton, Hinduistische Tempelruine in Tiris, Regierungsbezirk Probolinggo, Indonesien
Candi Kedaton im Dorf Andung Biru, Tiris (Probolinggo, Ostjava), ist eine sockel- oder plattformartige Struktur aus Andesitstein, die nach Nordwesten zum Gunung Semeru oder Gunung Hyang ausgerichtet ist. Die Wände tragen drei Reliefgeschichten auf je neun Feldern: Arjunawiwaha links, Garudeya hinten und Samba rechts. Am deutlichsten sichtbar ist der Fuß eines rechteckigen Gebäudes von 12,60 auf 9,50 Metern.
Candi Kedaton in Tiris (Probolinggo) wird mit dem Königreich Pandanlaras, einem Vasallen Majapahits, verbunden. Chinesische Keramik aus der Yuan- (13.–14. Jh.) und Ming-Zeit (14.–17. Jh.) deutet auf eine Errichtung mindestens im 13.–14. Jahrhundert hin. Ausgrabungen legten überlagerte Strukturen unter einem Hügel mit dem Sumur Upas und einem kleinen Gang frei.
Einheimische nennen die Stätte auch Candi Sumur Upas, nach einem Brunnen: Ein Mann, der hineinstieg, soll darin schwach geworden sein, daher der Name „Giftbrunnen“. Die Ausgrabung des Erdhügels legte überlagerte Strukturen frei; Funde sind Keramik, eine kopflose Statue, Andesit-Skulptur, Ming- und Yuan-Keramik, Münzen und ein menschliches Skelett.
Das Gelände lässt sich am besten zu Fuß erkunden, da die Wege zwischen den Bauwerken uneben sein können. Ein Besuch früh am Morgen ist empfehlenswert, um die Mittagshitze zu vermeiden.
Die Stätte heißt auch Candi Sumur Upas, nach einem Brunnen dort. Einer örtlichen Erzählung zufolge stieg jemand in den Brunnen, fühlte sich darin schwach, und der Ort wurde Sumur Upas genannt, der vergiftete Brunnen. Ausgrabungen legten später übereinanderliegende Strukturen unter dem Erdhügel frei.
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