Simón Bolívar International Bridge, Internationale Brücke an der Grenze zwischen Kolumbien und Venezuela.
Die Simón-Bolívar-Brücke ist eine Straßenbrücke über den Táchira-Fluss, die San Antonio del Táchira in Venezuela mit Villa del Rosario in Kolumbien verbindet. Die aus Stahlbeton errichtete Spannweite misst 315 Meter (1033 Fuß) in der Länge und 7,3 Meter (24 Fuß) in der Breite, mit Mautstellen auf beiden Enden.
Die Brücke wurde 1962 als erste dauerhafte Straßenverbindung zwischen den Nachbarländern in dieser Grenzregion von Táchira und Norte de Santander eingeweiht. Jahrzehnte später wurde sie während der venezolanischen Krise zu einem Hauptweg für Menschen auf der Suche nach Versorgung und neuen Perspektiven.
Die Brücke trägt den Namen des südamerikanischen Befreiers und wird von Bewohnern beider Ufer für tägliche Besorgungen, Familienbesuche und kleinere Handelsgeschäfte genutzt. An den Zugängen sieht man Grenzbeamte, Geldwechsler und Verkäufer, die den Rhythmus des täglichen Grenzverkehrs prägen.
Fußgänger können die Brücke kostenlos überqueren, während Fahrzeuge an den Kontrollpunkten Gebühren entrichten müssen. Die Wartezeiten variieren je nach Grenzaktivität und Tageszeit, weshalb ein früher Morgen oft weniger gedrängt ist.
Während der Grenzschließungen blieb die Brücke für Fußgänger teils geöffnet, während Fahrzeuge gesperrt waren, was zu langen Menschenschlangen über den Fluss führte. Diese Szenen machten den Übergang zu einem weltweit bekannten Symbol für Migrationsbewegungen in der Region.
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