Lac de Péligre, Stausee in Haiti
Der Péligre ist ein großes künstliches Wasserbecken in der zentralen Bergregion Haitis, entstanden durch einen Damm, der in den 1950er Jahren gebaut wurde. Das Wasser erscheint grünlich-blau und wird von hohen Felswänden und bewaldeten Hügeln umgeben, die sich malerisch widerspiegeln.
Die Péligre-Talsperre wurde zwischen 1956 und 1957 vom U.S. Army Corps of Engineers erbaut, um Strom zu erzeugen und Hochwasser des Artibonite-Flusses zu kontrollieren. Das Projekt verdrängte jedoch Tausende von Bauern und Dorfbewohnern, deren Länder und Häuser unter Wasser gingen.
Der See ist eng mit Haitis Infrastrukturentwicklung verbunden und wird von der lokalen Bevölkerung täglich genutzt. Fischerei und kleine Boote prägen das Alltägliche, und die Gemeinden haben sich an die künstliche Wasserlandschaft angepasst, die nun Teil ihrer Identität ist.
Der See ist von Port-au-Prince aus etwa drei Stunden mit dem Auto erreichbar und wird am besten in den frühen Morgenstunden besucht, um das beste Licht und die kühleren Temperaturen zu nutzen. Besucher sollten ausreichend Wasser mitbringen und bequeme Kleidung für Wanderungen oder Bootsfahrten tragen.
Das Wasser des Sees hat eine charakteristische grünlich-blaue Farbe, die durch winzige Organismen wie Plankton und organisches Material verursacht wird, was den See besonders fruchtbar und wichtig für die Fischerei macht. Diese Färbung macht das Péligre-Becken zu einem der optisch markantesten Merkmale der haitianischen Zentralregion.
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