Zitadelle La Ferrière, Bergfestung in Milot, Haiti
Die Citadelle Laferrière ist eine Festung auf einem Berggipfel in Milot und gehört zum Weltkulturerbe in Haiti. Ihre Steinmauern erheben sich etwa 40 Meter hoch über dem Fundament, während Kasematten, Innenhöfe und Lagerräume über eine Fläche verteilt sind, die mehreren Fußballfeldern entspricht.
Henri Christophe ließ die Festung ab 1804 errichten, um das junge Haiti gegen mögliche Angriffe europäischer Mächte zu verteidigen. Die Bauarbeiten dauerten bis 1817 und beschäftigten Zehntausende Arbeiter, die Steine den steilen Berg hinauftransportierten und die gewaltigen Mauern aufschichteten.
Die Festung trägt ihren Namen nach Jean-Jacques Dessalines, der im Unabhängigkeitskampf den Titel Laferrière führte und als Held verehrt wird. Besucher sehen heute die massiven Mauern und Kasematten, die als Symbol für den erfolgreichen Widerstand gegen koloniale Mächte stehen und im kollektiven Gedächtnis der haitianischen Bevölkerung einen festen Platz einnehmen.
Der Aufstieg beginnt in Milot und führt über einen steilen Bergpfad, den man zu Fuß oder auf einem Pferd bewältigen kann. Festes Schuhwerk ist ratsam, da der Weg steinig und stellenweise rutschig wird, besonders nach Regenfällen.
Hunderte von Kanonen stehen noch heute an ihren Plätzen entlang der Mauern und in den Kasematten, viele davon mit europäischen Herstellermarken aus dem 18. Jahrhundert. Die Befestigung verfügt außerdem über große Zisternen und Vorratsräume, die so angelegt wurden, dass Tausende Verteidiger mehrere Monate ohne Nachschub überleben könnten.
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