Los Haitises, Nationalpark in der Provinz Hato Mayor, Dominikanische Republik.
Los Haitises liegt in den Provinzen Hato Mayor und Samaná und umfasst Küstengewässer, Mangrovenwälder und Karstformationen aus Kalkstein, die sich über weite Landflächen erstrecken. Das Gelände zeigt kegelförmige Hügel, Grotten und wasserreiche Kanäle, die sowohl Küstenzonen als auch bewaldete Innengebiete miteinander verbinden.
Die Regierung erklärte das Gebiet 1976 zum Schutzgebiet und erweiterte es zwei Jahrzehnte später, um mehr Fläche zu schützen. Die Ausweitung diente dem Erhalt der Ökosysteme und dem Schutz vor Abholzung und Landwirtschaft.
Die Höhlen der Region tragen noch immer Wandzeichnungen und geschnitzte Symbole aus der Zeit der Taíno, die hier vor der Ankunft der Europäer lebten. Besucher können diese Relikte bei geführten Wanderungen sehen und dabei nachvollziehen, wie frühere Gemeinschaften den Küstenbereich und die Karsthügel nutzten.
Besucher fahren meist mit Booten von kleinen Hafenorten aus in Mangrovenbereiche und zu den Höhlen, da große Teile des Geländes nur schwer über Land erreichbar sind. Feste Schuhe und Sonnenschutz erleichtern Ausflüge, bei denen man sowohl zu Fuß als auch auf dem Wasser unterwegs ist.
Zahlreiche Vogelarten nisten in den Mangroven und auf den bewaldeten Hügeln, darunter Arten, die nur auf Hispaniola vorkommen. Frühmorgens oder bei Dämmerung hört man die Rufe deutlicher, während Schwärme zwischen den Bäumen hindurchfliegen.
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