Wandernde Felsen, Geologisches Phänomen im Racetrack Playa des Death Valley Nationalparks, Vereinigte Staaten.
Sailing Stones sind wandernde Felsbrocken auf dem trockenen Boden von Racetrack Playa im Death Valley National Park in Kalifornien. Die Steine wiegen zwischen ein paar Kilogramm und über hundert Kilogramm und hinterlassen lange Spuren im hellen Lehmboden der Ebene.
Goldsucher sahen die Spuren der wandernden Steine erstmals zu Beginn des 20. Jahrhunderts und sprachen darüber in den Minen der Region. Forscher begannen in den 1950er Jahren mit der Kartierung der Bewegungen und lösten das Rätsel erst 2014 mit Kameras und GPS-Geräten.
Wissenschaftler entwickelten Theorien über die Steinbewegung, von Magnetfeldern bis zu außerirdischen Kräften, bis die Forschung den Mechanismus aufdeckte.
Die Wandersteine liegen etwa drei Kilometer südlich vom Grandstand-Parkplatz auf der Playa und sind zu Fuß über die ebene Wüstenfläche zu erreichen. Der Weg führt über harten Lehm ohne Schatten und kann im Sommer durch die große Hitze sehr anstrengend werden.
Die Steine bewegen sich nur an wenigen Tagen im Winter wenn dünnes Eis auf flachen Wasserpfützen entsteht und der Wind die Eisplatten über den feuchten Lehm schiebt. Manche Spuren sind über 250 Meter lang und bleiben jahrelang sichtbar bis neue Regenfälle sie verwischen.
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