La Scandola, Naturschutzgebiet im Nordwesten Korsikas, Frankreich
Scandola ist ein Naturschutzgebiet im Nordwesten Korsikas und erstreckt sich über eine zerklüftete Halbinsel mit roten Vulkanfelsen, die direkt aus dem Meer aufragen. Das Reservat umfasst sowohl Land als auch eine Meereszone, in der Grotten, Unterwasserhöhlen und steile Klippen ein komplexes Küstenrelief formen.
Das Gebiet wurde im Dezember 1975 als erstes kombiniertes Land- und Meeresnaturschutzgebiet Frankreichs eingerichtet, um die Küste vor Überfischung und unkontrolliertem Tourismus zu schützen. Acht Jahre später erhielt die Region zusammen mit dem Golf von Porto den Status eines Weltnaturerbes der UNESCO.
Der Name Scandola leitet sich vom ligurischen Wort für "Schindel" ab und bezieht sich auf die schieferartige Schichtung der vulkanischen Gesteine entlang der Küste. Fischer respektieren noch heute die Sperrzone und weichen auf benachbarte Gewässer aus, während Bootsführer ihre Routen anpassen, um den Schutz der Brutkolonien nicht zu gefährden.
Die Halbinsel selbst ist für Fußgänger gesperrt, daher erreicht man die Felsformationen und Grotten nur per Boot ab Porto, Calvi oder Ajaccio zwischen April und Oktober. Die Anfahrt von Porto aus ist am kürzesten und dauert ungefähr zwei Stunden hin und zurück, wobei das Meer im Sommer ruhiger ist.
Das Reservat beherbergt über 450 verschiedene Algenarten und dient Fischadlern als Brutplatz, die ihre Nester auf den roten Porphyrfelsen errichten. Mehrere Paare kehren jedes Frühjahr zurück und nutzen dieselben Nistplätze, die über die Jahre zu großen Strukturen aus Zweigen und Ästen heranwachsen.
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