Auberge de Marie Henry, Kunstmuseum in Le Pouldu, Clohars-Carnoët, Frankreich
Die Auberge de Marie Henry ist ein Kunstmuseum in Le Pouldu, das das Innenleben einer Gastwirtschaft aus dem späten 19. Jahrhundert nachbildet, in der sich Künstler trafen und mit Reproduktionen von ursprünglichen Wandmalereien und Möbeln der Zeit ausgestattet ist. Das Gebäude zeigt, wie die Räume damals aussahen, mit bemalten Decken und Wänden, die die künstlerische Arbeit der Bewohner widerspiegeln.
Marie Henry gründete 1889 die Gastwirtschaft direkt am Meer, die schnell zum Anziehungspunkt für Künstler wurde. Im Winter 1889-1890 arbeiteten Paul Gauguin, Meyer de Haan und Paul Sérusier dort und hinterließen ihre Spuren auf den Wänden des Speisesaals.
Der Speisesaal zeigt exakte Nachbildungen von Kunstwerken, die Paul Gauguin und Meyer de Haan an Wänden und Decken des ursprünglichen Etablissements schufen. Diese bemalten Oberflächen waren Teil des täglichen Lebens der Künstler, die hier aßen und arbeiteten.
Das Museum bietet digitale Tablets, Videopräsentationen und während der Sommermonate geführte Touren an, um die Kunstgeschichte und die Künstler zu verstehen. Ein markierter Künstlerpfad beginnt beim Gebäude und führt an mehreren Orten vorbei, wo Maler früher arbeiteten und ihre Motive fanden.
Während des Aufenthalts verwandelten Meyer de Haan und Paul Gauguin den ursprünglichen Speisesaal in eine künstlerische Installation, indem sie jede Oberfläche von Decke bis Fußboden bemalten. Diese improvisierte Kunstform war ungewöhnlich für ihre Zeit und machte die alltägliche Gastwirtschaft zu einem lebendigen Kunstwerk.
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