Grotte de Montgaudier, Prähistorische Höhle in Montbron, Frankreich.
Die Grotte de Montgaudier ist eine Höhle in einem Kalksteinfelsen über der Tardoire. Sie hat ein etwa 13 Meter breites und 10 Meter hohes Eingangsportal und durchziehende Schichten aus verschiedenen geologischen Epochen.
Die erste systematische Ausgrabung erfolgte 1886 und brachte Elfenbeinartefakte, Harpunen, Feuersteinwerkzeuge und verzierte Knochenstücke aus der Magdalénien-Zeit ans Licht. 1974 entdeckte man hier einen Unterkiefer eines Neandertalers, der die Bedeutung der Stätte für das Verständnis der frühen Menschheit unterstreicht.
Die Entdeckung eines jugendlichen Neandertaler-Kiefers im Jahr 1974 etablierte den Ort als bedeutende Stätte für das Verständnis der menschlichen Evolution.
Von außen ist der Höhleneingang sichtbar und leicht zugänglich, aber das Innere erfordert aufgrund von Sicherheitsbestimmungen Genehmigung und angemessene Beleuchtung. Es ist ratsam, vorher vor Ort Informationen über Öffnungszeiten und Besichtigungsmöglichkeiten einzuholen.
Das Innere enthält etwa 30 unterschiedliche Schichten aus verschiedenen Zeitabschnitten, manche über 80.000 Jahre alt. Diese Schichtung zeigt eine kontinuierliche menschliche Präsenz und hilft Forschern, Veränderungen in Jagdtechniken und Werkzeugen zu verstehen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.