Église Saint-Vaast d'Armentières, Katholische Kirche im Zentrum von Armentières, Nordfrankreich
Die Kirche Saint-Vaast d'Armentières ist ein katholisches Gotteshaus im Zentrum von Armentières, Nordfrankreich, mit einem Kirchturm von 83 Metern Höhe und einem Kirchenschiff von 80 Metern Länge. Das Gebäude wurde nach dem Ersten Weltkrieg im neugotischen Stil wiedererrichtet und zeigt hohe Gewölbe, große Buntglasfenster sowie steinerne Skulpturen.
Die Kirche geht auf das frühe Mittelalter zurück und gehörte einst zur Abtei Saint-Vaast in Arras. Nach mehreren Plünderungen und Bränden vom 14. bis zum 17. Jahrhundert und einer Schließung während der Französischen Revolution wurden zwischen 1852 und 1864 das gesamte Gebäude im Neugotik-Stil unter dem Architekten Dutouquet aus Valenciennes neu errichtet. Im Ersten Weltkrieg wurde die Kirche durch Bombardierungen fast vollständig zerstört und anschließend von Architekt Louis-Marie Cordonnier wiederaufgebaut, bevor sie 1929 erneut eingeweiht wurde.
Die Kirche trägt den Namen des heiligen Vedastus, eines Bischofs aus dem frühen Mittelalter, der in der Flandernregion besonders verehrt wird. Seine Verbindung zur Stadt reicht weit zurück und ist in alten Dokumenten aus der Zeit Karls des Kahlen bezeugt.
Die Kirche liegt direkt am zentralen Platz von Armentières und ist zu Fuß vom Bahnhof aus gut erreichbar. Ein Besuch lohnt sich an Wochentagen, wenn weniger Betrieb herrscht und man das Innere in Ruhe erkunden kann.
Die letzte Messe in den Ruinen der zerstörten Kirche wurde im Mai 1921 von Marschall Foch gehalten, einem der bekanntesten Militärführer des Ersten Weltkriegs. Während der Kriegsjahre wurden aus den Trümmern ein großes geschnitztes Holzkreuz und eine vergoldete Marienstatue gerettet, die heute noch in der Kirche zu sehen sind.
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