Bingham Canyon Mine, Kupfermine im Salt Lake County, Vereinigte Staaten.
Die Bingham Canyon Mine ist ein offener Kupferbergbau in Salt Lake County im Bundesstaat Utah, dessen ringförmige Terrassen sich in die Berghänge hineinschneiden. Die spiralförmigen Abbaustufen bilden ein amphitheaterähnliches Becken, in dem ständig schwere Maschinen Gestein bewegen und zur Weiterverarbeitung verladen.
Der Abbau in Bingham Canyon begann 1863 mit der Suche nach Gold und Silber, bevor die Gewinnung von Kupfer zur Hauptaktivität wurde. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zum größten Kupfertagebau Nordamerikas und prägte die Bergbautechnik weltweit.
Die von weitem sichtbare Terrassen-Landschaft am Hang der Oquirrh Mountains zeigt die Spuren von über 150 Jahren Bergbau und macht die technische Entwicklung des Kupferabbaus nachvollziehbar. Besucher können beobachten, wie riesige Fahrzeuge in rhythmischem Takt Material aus dem Gestein lösen und abtransportieren, was den industriellen Maßstab des Abbaus vor Augen führt.
Die Besichtigungspunkte liegen an erhöhten Stellen, von denen aus man in das Abbaugelände hinabschauen kann, und sind von Frühling bis Herbst zugänglich. Aufgrund der Höhenlage und der exponierten Lage sollte man wetterfeste Kleidung und Sonnenschutz mitbringen, da Wind und Sonne stark sein können.
Die Grube ist so groß, dass Astronauten sie aus dem Weltraum ohne technische Hilfsmittel sehen können, was sie zu einer der wenigen menschengemachten Strukturen macht, die mit bloßem Auge von der Umlaufbahn aus erkennbar sind. Ein Erdrutsch im Jahr 2013 löste ein Beben aus, das in weiten Teilen von Utah spürbar war und mehrere Monate lang Gestein in Bewegung hielt.
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