Lachine-Kanal, Kanal und nationale historische Stätte in Montreal, Kanada
Der Lachine Canal ist ein nationaler historischer Ort und ein Kanal im Südwesten Montreals, der den Alten Hafen mit dem Lac Saint-Louis verbindet und dabei durch mehrere Stadtteile verläuft. Fünf Schleusen regeln den Wasserstand entlang der Route, die sich über etwa 14,5 Kilometer (9 Meilen) erstreckt.
Die Wasserstraße wurde 1825 eröffnet, um die gefährlichen Stromschnellen von Lachine zu umgehen, die den Schiffsverkehr flussaufwärts zum Ontariosee behinderten. Innerhalb weniger Jahrzehnte entwickelte sich die Umgebung zu einem großen Fertigungszentrum, das Montreals Wachstum als Handelszentrum vorantrieb.
Der Kanal trägt seinen Namen nach den Stromschnellen, die frühe französische Entdecker bei ihrer Suche nach einem Weg nach China passierten. Entlang der Ufer stehen heute Lagerhäuser aus rotem Backstein und ehemalige Mühlengebäude, die nun Wohnungen, Büros und Restaurants beherbergen.
Zwischen Mai und Oktober kann man entlang der Uferwege Rad fahren, paddeln oder zu Fuß gehen, wobei mehrere Zugangspunkte mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Geführte Touren werden in der warmen Jahreszeit angeboten, und die Wege sind bei trockenem Wetter meist gut begehbar.
Die Wasserkraft des Kanals trieb Hunderte von Fabriken an und schuf in den 1840er Jahren Kanadas ersten großen Industriekorridor. Heute schwimmen manchmal Reiher und Schildkröten im ruhigen Wasser, obwohl das Gebiet vor einem Jahrhundert noch von Rauch und Maschinenlärm erfüllt war.
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