Roden Crater, Kunstinstallation in Vulkankegel nahe Flagstaff, Arizona, Vereinigte Staaten
Roden Crater ist ein erloschener Vulkankegel in Arizona, der mit künstlichen Kammern und Tunneln ausgestattet wurde, um Licht von Sonne und Sternen gezielt einzufangen. Die Konstruktion verbindet die natürliche Landform mit präzise berechneten Öffnungen, die verschiedene Lichtsituationen zu unterschiedlichen Tageszeiten und im Jahresverlauf ermöglichen.
Der Künstler James Turrell erwarb diesen erloschenen Vulkankegel 1979 und begann ein langfristiges Projekt zur Schaffung eines Observatoriums, das Menschen mit Himmelserscheinungen verbindet. Das Werk entwickelte sich über Jahrzehnte durch schrittweise Ausgrabungen und Konstruktionen, die die natürliche Form des Kegels mit technischen Interventionen verbanden.
Das Kunstwerk verbindet das Konzept antiker Beobachtungsorte mit heutiger Technik und schafft Räume, in denen Besucher Lichtvorgänge in der Natur unmittelbar erleben können.
Besuche müssen im Voraus über Arizona State University registriert werden, da der Zugang derzeit auf bestimmte Bildungsprogramme begrenzt ist. Die beste Zeit, um das Projekt zu besichtigen, ist während klarer Nächte und bei gutem Wetter, wenn die Lichtverhältnisse optimal sind.
Das Projekt enthält vierundzwanzig Beobachtungsräume, die durch sechs Tunnel verbunden sind, wo Besucher Himmelsereignisse durch genau berechnete Öffnungen sehen. Diese präzise geplanten Sichtlinien ermöglichen es, die gleichen Szenen von verschiedenen Punkten aus zu betrachten und dabei subtile Unterschiede in Perspektive und Beleuchtung zu entdecken.
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