Canyon Diablo, Natürliche Schlucht im Coconino County, Arizona.
Der Canyon Diablo ist ein 130 km (81 Meilen) langer, eingeschnittener Mäander im Colorado-Plateau, etwa 48 km östlich von Flagstaff in Arizona. Seine Wände sind im Mittel 40 m hoch und erreichen nahe der Eisenbahnbrücke eine Tiefe von 69 m; sie bestehen vor allem aus gelbgrauem Kaibab-Kalkstein aus dem Perm, streckenweise auch aus der jüngeren Moenkopi-Formation. Eine Straßenbrücke des Interstate 40 quert die Schlucht etwa in der Bildmitte.
Lieutenant Amiel Weeks Whipple entdeckte und benannte Canyon Diablo im Dezember 1853 während einer Vermessungsexpedition entlang des 35. Breitengrades. Diese Expedition war Teil der frühen wissenschaftlichen Erkundungen, die das westliche Territorium der Vereinigten Staaten kartografierten.
Der Name „Cañon Diablo“ wurde von Leutnant Amiel Weeks Whipple während seiner Vermessung entlang des 35. Breitengrads im Jahr 1853 festgehalten und erst im frühen 20. Jahrhundert zu „Canyon Diablo“ anglisiert. Der Navajo-Name des Canyons lautet Kin Łigaaí. Die nahe Siedlung Canyon Diablo, 1882 an der Eisenbahnbrücke gegründet, erreichte fast 2.000 Einwohner, bevor sie innerhalb weniger Monate weitgehend zur Geisterstadt wurde.
Der Zugang zu Canyon Diablo erfolgt über Feldwege von der Interstate 40, wofür Fahrzeuge mit höherer Bodenfreiheit notwendig sind. Besucher sollten die Bedingungen vor Ort überprüfen und sich auf unebene Straßen und mögliche Wetterverhältnisse vorbereiten.
Der Canyon wurde nicht nach dem Meteoriten benannt. Whipple verzeichnete den Namen „Cañon Diablo“ in seiner Vermessung von 1853, Jahrzehnte bevor Albert E. Foote 1891 ein Fragment untersuchte und der Canyon-Diablo-Meteorit nach dem nächstgelegenen Postamt benannt wurde. Clair Patterson nutzte diesen Meteoriten 1956, um das Alter der Erde mitzubestimmen.
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