Kreuzgang des ehemaligen Barfüsserklosters, Mittelalterlicher Kreuzgang in Kreis 1, Schweiz
Der Kreuzgang des ehemaligen Barfüsser-Klosters ist eine mittelalterliche Anlage in Zürich, die sich um einen inneren Hof mit Bogengängen gruppiert. Die Struktur ist Teil des heutigen Kantonsgericht-Gebäudes und zeigt typische Merkmale der religiösen Architektur aus dieser Zeit.
Das Kloster wurde im 13. Jahrhundert gegründet und war Sitz einer Franziskanergemeinschaft, bis die Reformation 1524 die Auflösung aller Klöster in Zürich erzwang. Nach dieser Zeit wurde die Anlage für weltliche Zwecke umgenutzt und diente später als Gerichtsgebäude.
Der Kreuzgang war lange Zeit der Mittelpunkt des klösterlichen Lebens und prägte das religiöse Leben in Zürich während des Mittelalters. Heute kann man in der Architektur noch die Spuren dieser spirituellen Vergangenheit erkennen, auch wenn das Gebäude längst andere Zwecke erfüllt.
Der Kreuzgang liegt an der Ecke Obmannamtsgasse und Hirschengraben im Herzen Zürichs und ist Teil des Gerichtsgebäudes. Besucher sollten beachten, dass die Anlage immer noch aktiv als Gericht genutzt wird und der Zugang daher begrenzt sein kann.
Nach der Auflösung des Klosters wurde die Anlage als Kornspicher genutzt und beherbergte später sogar ein Kasino und ein Theater, bevor sie zum Gericht wurde. Diese vielseitige Geschichte zeigt, wie flexibel mittelalterliche Gebäude für völlig unterschiedliche Zwecke verwendet wurden.
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