Hohle Gasse, Hohlweg in Küssnacht, Schweiz
Die Hohle Gasse ist ein Hohlweg in Küssnacht in der Schweiz, der sich zwischen Küssnacht und Immensee durch die Hügellandschaft schlängelt. Der Pfad verläuft zwischen hohen Steinmauern und ist von natürlichem Bewuchs gesäumt, wobei die schmale Passage an manchen Stellen nur wenige Meter breit wird.
Der Hohlweg entstand im Mittelalter als Teil einer Handelsroute zwischen Zürich und dem Sankt-Gotthard-Massiv. Die Gasse wurde ab dem 16. Jahrhundert mit der Erzählung von Wilhelm Tell verbunden, der hier den Landvogt erschossen haben soll.
Eine kleine Gedenkkapelle aus dem 16. Jahrhundert steht am südlichen Ende der Schlucht und zeigt Wandmalereien mit dem Schuss auf Gessler. Viele Besucher machen hier einen kurzen Halt, um die Bildszenen anzuschauen und einen Moment in dem ruhigen Innenraum zu verbringen.
Markierte Wanderwege führen von beiden Orten zum Hohlweg und Informationstafeln entlang der Strecke erklären den Zusammenhang mit der Tell-Legende. Der Weg ist zu Fuß gut begehbar, wobei festes Schuhwerk bei feuchtem Wetter hilfreich ist.
Eine Stiftung wurde 1934 eigens gegründet, um den alten Weg vor dem Verfall zu bewahren. Drei Jahre später konnte der moderne Verkehr auf eine neue Straße umgeleitet werden, sodass der Hohlweg in seiner ursprünglichen Form erhalten blieb.
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