Astana-Gräber, Archäologischer Friedhof in Sanbao, China
Der Astana-Friedhof ist ein archäologisches Ausgrabungsgelände etwa 40 Kilometer südöstlich von Turpan im Nordwesten Chinas, wo Hunderte unterirdischer Grabkammern aus Lehm und Ziegeln in den Boden gegraben wurden. Die Kammern sind in einer flachen, trockenen Ebene verteilt, und das extrem aride Klima hat sowohl menschliche Überreste als auch zahlreiche Alltagsgegenstände in einem außergewöhnlichen Erhaltungszustand bewahrt.
Der Friedhof wurde zwischen dem 4. und 8. Jahrhundert von chinesischen Siedlern genutzt, die in der nahe gelegenen Stadt Gaochang lebten, einem wichtigen Knotenpunkt an der Seidenstraße. Als Gaochang im 7. und 8. Jahrhundert unter Tang-Herrschaft stand und später verfiel, wurde auch das Gräberfeld nicht mehr belegt.
Viele der Grabkammern enthielten Dokumente auf Papier, die im trockenen Klima erhalten blieben und alltägliche Dinge wie Verträge, Briefe und Schulden aufzeichnen. Diese Texte geben einen direkten Einblick in das Leben der Menschen, die dort lebten, und zeigen, wie die chinesische Verwaltung und Kultur die Region prägten.
Der Standort liegt außerhalb der Stadt und ist am bequemsten mit einem Taxi oder Mietwagen von Turpan aus zu erreichen. Da das Gelände völlig offen und der Sonnenschein intensiv ist, empfiehlt es sich, ausreichend Wasser mitzunehmen und den Besuch früh am Morgen oder am späten Nachmittag einzuplanen.
Einige Grabkammern sind für Besucher zugänglich, sodass man die eigentlichen Grabräume und die darin enthaltenen Wandmalereien sehen kann. Die Gemälde zeigen Szenen aus dem Alltag und nicht aus der Religion, was für eine Begräbnisstätte dieser Art ungewöhnlich ist.
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