Turpan, Historisches Handelszentrum in Xinjiang, China
Turpan ist eine bezirksfreie Stadt im nördlichen Teil der Senke von Turpan, die etwa 150 Meter unter dem Meeresspiegel liegt und von kahlen Bergen und ausgedehnten Wüstenflächen umgeben ist. Breite, von Bäumen gesäumte Alleen durchqueren das Zentrum, während sich weitläufige Weinberge und niedrige Häuser aus Lehmziegeln am Stadtrand bis zu den Hängen erstrecken.
Der Ort war einst Teil des Reiches Jushi und entwickelte sich zu einem wichtigen Rastplatz an der Seidenstraße, an dem Karawanen Schatten und Wasser fanden. Die Tang-Dynastie gliederte das Gebiet im siebten Jahrhundert in ihr Verwaltungssystem ein und gründete eine Garnison, die Handel und Durchreise überwachte.
Das Karez-Bewässerungssystem versorgt seit Jahrhunderten Weingärten und Felder mit Schmelzwasser aus den Bergen und prägt bis heute das Leben der Bauern. Getrocknete Trauben reifen in schattenreichen Trockenhäusern aus Lehmziegeln, deren gitterartige Wände den heißen Wüstenwind durchlassen und dabei die Früchte vor der direkten Sonne schützen.
Die Hochgeschwindigkeitsbahn verbindet die Stadt mit größeren Städten in der Region und erleichtert die Anreise aus westlichen und östlichen Richtungen. Besucher sollten reichlich Wasser mitnehmen und leichte, helle Kleidung tragen, da die Sommerhitze lange anhält und Schatten in den Außenbezirken knapp ist.
Die nahegelegene Flammenbergkette leuchtet in der Nachmittagssonne in tiefroten und orangefarbenen Tönen und strahlt Hitze aus, die das umliegende Gelände wellt. Der felsige Boden erreicht an klaren Sommertagen Temperaturen, die das Gehen ohne feste Schuhe schmerzhaft machen.
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