Changtang National Protected Area, Naturschutzgebiet im Kreis Gertse, China
Das Changtang Nationale Schutzgebiet ist ein Naturschutzgebiet im nördlichen Teil des Tibetischen Hochplateaus, das sich über mehrere Verwaltungskreise erstreckt, darunter Gertse, Gê'gyai und Rutog. Die Landschaft besteht aus weiten Steppenebenen, Gebirgstälern und alpinen Wiesen in großer Höhe, wo Luft und Vegetation gleichermaßen dünn sind.
Das Schutzgebiet wurde 1993 offiziell als nationales Schutzgebiet ausgewiesen, als Bedenken hinsichtlich des Rückgangs der Tierwelt auf dem Tibetischen Hochplateau zunahmen. Diese Ausweisung ermöglichte erstmals eine geregelte Verwaltung und den Schutz gefährdeter Tierarten in einem der abgelegensten Teile Chinas.
Tibetische Nomaden ziehen mit ihren Yak- und Schafsherden durch die Hochebene und folgen dabei saisonalen Weiderouten, die seit Generationen bekannt sind. Ihre Zelte und kleinen Lager sind oft die einzigen sichtbaren Zeichen menschlichen Lebens in dieser weiten Landschaft.
Das Schutzgebiet liegt in großer Höhe, und die körperlichen Auswirkungen des geringen Luftdrucks sind bereits kurz nach der Ankunft spürbar, weshalb eine allmähliche Akklimatisierung sehr wichtig ist. Besuche sind am besten in den wärmeren Monaten zu planen, da Winter extrem kalt sein können und manche Gebiete unzugänglich machen.
Der Tibetische Antilope, lokal Chiru genannt, findet hier eines seiner letzten großen Rückzugsgebiete, und ihre Wanderungen durch die Steppe sind ein seltenes Naturschauspiel. Das feine Unterfell dieser Tiere, bekannt als Shahtoosh, war lange Zeit so begehrt, dass die Bestände auf einen Bruchteil ihres früheren Umfangs sanken.
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