Lille, ghost town in Alberta
Lille ist eine Geisterstadt in den Rocky Mountains, die heute nur noch Ruinen und alte Fundamente zeigt. Die Siedlung wurde um 1901 gegründet, um Kohlearbeiter und ihre Familien zu beherbergen, und verfügte einst über etwa 80 Gebäude, darunter Häuser, Geschäfte, eine Schule und ein Krankenhaus.
Die Siedlung entstand um 1901, als französische Geschäftsleute Kohlevorkommen entdeckten und eine Bergbaugemeinde aufbauten. Die Minen schlossen 1912 wegen fallender Kohlepreise und schlechterer Qualität, was zum schnellen Verfall der Stadt führte.
Der Name Lille stammt von der französischen Stadt gleichen Namens, da das Unternehmen seine Eigentümer von dort hatte. Die Siedlung zeigt heute noch die Spuren dieser europäischen Verbindung in den belgischen Ziegeln der Kokereien, die sorgfältig nummeriert und wieder zusammengesetzt wurden.
Der Zugang zu Lille erfolgt über eine Wanderroute vom nahegelegenen Frank Slide Interpretive Centre aus, etwa 6 Meilen entfernt, oder über die Grassy Mountain Road. Der Weg ist ruhig und gut zu bewältigen, führt aber durch raues Berggelände und sollte in gutem Wetter unternommen werden.
Die Kokereien wurden aus Belgien importiert und hatten auf jedem Ziegel eine Nummer eingraviert, damit sie genau wieder zusammengesetzt werden konnten. Diese belgischen Ziegelbauwerke sind unter den wenigen ihrer Art in ganz Kanada und zeigen die sorgfältige internationale Planung der Bergbaubetriebe.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.