Agongointo-Zoungoudo Underground Town, Unterirdische archäologische Siedlung in Bohicon, Benin
Die unterirdische Stadt Agongointo-Zoungoudo ist eine archäologische Stätte in Bohicon im zentralen Benin auf 7 Hektar. Sie umfasst 52 Häuser aus ferrallitischem Lehm etwa 10 Meter unter der Erde, mit Wohnräumen, Schlafzimmern, Küchen und Brunnen. In Fon-gbe heißen diese bunkerartigen Behausungen „ahouandô“, „Kriegsloch“.
Die Souterrains wurden im 17. Jahrhundert unter Dakodonou, dem zweiten König von Abomey, gegraben; die des Plateaus von Abomey stammen aus dem späten 17. Jahrhundert. Die Archäologen Randsborg und Merkyte deuteten sie zunächst rein militärisch und beriefen sich auf die mündliche Fon-Überlieferung, das Dahomey-Heer sei vor dem Oyo-Feind „verschwunden“ und hinter ihm wieder aufgetaucht. Seit 2009 rechnen sie auch mit Bergbau und Wasserspeicherung, worin ihnen der Historiker Monroe Cameron folgt.
In Fon-gbe, der lokalen Sprache, heißen diese Lehmhäuser „ahouandô“, also „Kriegsloch“. Der archäologische Park um die Stätte stellt auch den Vodun-Kult vor, etwa den Dan-Fetisch neben einer Würgefeige, die sich um einen Baobab windet.
Der Ort liegt an der Nationalstraße zwischen Cotonou und Parakou und ist daher von der Hauptverkehrsroute aus leicht erreichbar. Besucher können geführte Touren buchen, um die unterirdischen Strukturen und ihre verschiedenen Funktionsbereiche zu erkunden.
Die Entdeckung dieses unterirdischen Komplexes war zufällig: Bei Straßenarbeiten legte ein Bagger unerwarteterweise eine der Höhlen frei. Diese unbeabsichtigte Entdeckung führte später zur archäologischen Untersuchung des gesamten Netzwerks.
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