Brunei, Islamisches Sultanat im nördlichen Borneo, Südostasien
Brunei besteht aus zwei getrennten Enklaven auf der Insel Borneo, die überwiegend von dichtem Regenwald bedeckt sind und eine schmale Küstenlinie am Südchinesischen Meer bilden. Die Hauptstadt Bandar Seri Begawan liegt im Norden und dient als Verwaltungszentrum und Tor zum Rest des Sultanats.
Das Sultanat erreichte im frühen 16. Jahrhundert seine größte Ausdehnung mit Gebieten auf Borneo und im Sulu-Archipel, bevor europäische Kolonialmächte ab dem 19. Jahrhundert große Teile übernahmen. Die vollständige Unabhängigkeit von Großbritannien folgte schließlich 1984.
Die islamischen Gebräuche prägen den Alltag, wobei zum Beispiel der Verkauf von Alkohol untersagt ist und Moscheen als zentrale Orte des täglichen Lebens dienen. Kampong Ayer, ein weitläufiges Pfahlbaudorf am Fluss, zeigt noch immer die traditionelle Bauweise, bei der Holzstege die einzelnen Häuser über dem Wasser verbinden.
Das tropische Klima bringt das ganze Jahr über hohe Luftfeuchtigkeit und regelmäßige Niederschläge mit sich, daher empfiehlt sich leichte, atmungsaktive Kleidung. Bandar Seri Begawan dient als Hauptzugang und Ausgangspunkt für Reisen in die umliegenden Regionen.
Der regierende Sultan hält gleichzeitig mehrere Ministerämter inne, darunter das des Premierministers, Finanzministers und Verteidigungsministers. Ein Legislativrat wurde 2004 nach über zwei Jahrzehnten Pause wieder eingerichtet und berät seitdem in bestimmten Angelegenheiten.
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