Lala-Mustafa-Pascha-Moschee, Gotische Moschee in Famagusta, Zypern
Die Lala-Mustafa-Pascha-Moschee ist ein religiöses Gebäude in Famagusta, Zypern, das Elemente gotischer Baukunst mit islamischer Nutzung verbindet. Im Innenraum befinden sich Spitzbögen und Rippengewölbe, während draußen zwei hohe Türme am Westeingang stehen und ein schlankes Minarett die Skyline prägt.
Als Kathedrale von Sankt Nikolaus entstand das Gebäude zwischen 1298 und 1312 unter der Herrschaft der französischen Lusignan-Dynastie. Nach der osmanischen Eroberung im Jahr 1571 entfernten die neuen Herrscher christliche Symbole und ergänzten die Struktur um eine Gebetsnische und ein Minarett.
Der Name bezieht sich auf einen osmanischen Admiral aus dem 16. Jahrhundert, während die innere Gestaltung heute Gebetsteppiche und Lampen zeigt, die zur islamischen Praxis gehören. Gläubige kommen fünfmal am Tag zum Gebet, und Besucher können beobachten, wie die Architektur aus einer früheren Zeit für den gegenwärtigen Glauben genutzt wird.
Das Gebäude öffnet täglich für die Gebetszeiten, und Besucher sollten Schuhe am Eingang ausziehen sowie Schultern und Knie bedecken. Frauen benötigen ein Kopftuch, das oft am Eingang bereitliegt, falls keines mitgebracht wurde.
Im nördlichen Seitenschiff liegen mehrere Gräber der letzten Herrscher aus der Lusignan-Familie, die einst über Zypern regierten. Diese Grabstätten blieben erhalten, obwohl das Gebäude seine religiöse Funktion wechselte und heute als Moschee dient.
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