Lager Helgoland, Ehemaliges Arbeitslager auf Alderney, Kanalinseln
Lager Helgoland war eines von vier Zwangsarbeitslagern auf der Kanalinsel Alderney, errichtet im Nordteil der Insel nahe der Küste. Es bestand hauptsächlich aus Holzbaracken und einfachen Einrichtungen für die Arbeiter, die an Befestigungsanlagen im Auftrag der deutschen Besatzer bauten.
Deutsche Streitkräfte errichteten das Lager 1942 im Rahmen des Bauprogramms der Organisation Todt, das die gesamte Kanalinsel Alderney in einen Militärstützpunkt verwandeln sollte. Es war das einzige der vier Lager auf Alderney, das offiziell als Freiwilligenlager eingestuft war, obwohl diese Bezeichnung die tatsächlichen Bedingungen kaum widerspiegelte.
Der Lagername stammt von der deutschen Nordseeins el Helgoland, wie auch die anderen drei Lager auf Alderney nach friesischen Inseln benannt wurden. Wer die Gegend heute besucht, kann auf Infotafeln nachlesen, wie dieses Benennungssystem funktionierte.
Das Gelände liegt im Norden von Alderney und ist zu Fuß erreichbar, aber der Boden ist uneben, weshalb festes Schuhwerk empfehlenswert ist. Es gibt kaum moderne Einrichtungen vor Ort, daher lohnt es sich, sich vorher über den Standort zu informieren.
Obwohl Lager Helgoland offiziell als Freiwilligenlager galt, lebten dort rund 700 Arbeiter unter Bedingungen, die weit von dem entfernt waren, was diese Bezeichnung vermuten lässt. Diese offizielle Einstufung unterschied das Lager auf dem Papier von den drei anderen auf Alderney, nicht aber in der Praxis.
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