Hague-Dick, Archäologische Stätte in La Hague, Frankreich.
Der Hague-Dick ist ein bronzezeitlicher Erdwall mit Graben, der die Halbinsel La Hague von Herqueville bis zum Sabine-Tal abriegelte. Heute erscheint er als grasbewachsener Rücken, an der Basis 7 bis 8 m und an der Krone 2 m breit, mit Höhen von 80 cm bis 7 m; der besterhaltene, etwa 2,6 km lange Abschnitt verläuft über eine Wiese nahe dem Schloss von Beaumont.
Ausgrabungen zwischen 1951 und 2004 brachten Gegenstände aus der Bronzezeit bis zum Mittelalter ans Licht, wobei Kohlenstoffdatierung auf eine Entstehung zwischen 900 und 800 v. Chr. hindeutet. Diese Funde deuten darauf hin, dass die Anlage über Jahrhunderte hinweg genutzt wurde.
Der Name Hague-Dick verbindet altnordisch hagi, Weide oder Vieheinfriedung, mit dík, Graben oder Erdwall. Das Kartular von Vauville nennt ihn 1232 als fossatum de Haguedith, und 1574 bestand noch ein Notariat von Haguedic. Ein englischer Ort namens Haggedik, 1327 erwähnt, könnte dieselbe Wurzel haben.
Das besterhaltene Stück liegt auf einer Wiese am Ort le Petit Parc, nordwestlich von Beaumont, auf dem Gelände des Château de Beaumont. Dort ist der Wall 80 cm bis 7 m hoch, an der Basis 7 bis 8 m und an der Krone 2 m breit. In den überschwemmten Abschnitten sind Steinplatten oder überdeckte Brücken für den Wasserabfluss zu sehen.
Der Herzog Anne de Joyeuse befahl im 16. Jahrhundert die teilweise Zerstörung der Anlage, doch etwa 2,6 Kilometer des Erdwalls sind noch heute für Forschung und Besichtigung erhalten. Diese Überreste zeigen, wie widerstandsfähig die ursprüngliche Konstruktion war.
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