Hague-Dick, Archäologische Stätte in La Hague, Frankreich.
Hague-Dick erstreckt sich über etwa sechs Kilometer von Herqueville bis Éculleville und zeigt Erdwälle mit Basisbreiten von sieben bis acht Metern und Höhen bis zu sieben Metern. Die Struktur bildet ein prägnantes Merkmal der normannischen Landschaft mit gut erkennbaren Wällen und Gräben.
Ausgrabungen zwischen 1951 und 2004 brachten Gegenstände aus der Bronzezeit bis zum Mittelalter ans Licht, wobei Kohlenstoffdatierung auf eine Entstehung zwischen 900 und 800 v. Chr. hindeutet. Diese Funde deuten darauf hin, dass die Anlage über Jahrhunderte hinweg genutzt wurde.
Der Name setzt sich aus nordischen Elementen zusammen: Hague bezieht sich auf Weideeinfassungen, während Dick von Begriffen für Gräben oder Erdwallbauten stammt. Diese Namensteile zeigen, wie die Landschaft von ihren ersten Bewohnern wahrgenommen und benannt wurde.
Die zugänglichste Strecke liegt nordwestlich von Beaumont in der Nähe des Château de Beaumont und zeigt Schutzplattformen und einen erhaltenen Glacis. Ein Besuch ist am besten zu Fuß möglich, da Sie so die Erdwälle von nahen betrachten können.
Der Herzog Anne de Joyeuse befahl im 16. Jahrhundert die teilweise Zerstörung der Anlage, doch etwa 2,6 Kilometer des Erdwalls sind noch heute für Forschung und Besichtigung erhalten. Diese Überreste zeigen, wie widerstandsfähig die ursprüngliche Konstruktion war.
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