River Gambia National Park, Nationalpark auf den Baboon Islands in der Central River Division, Gambia
Der River-Gambia-Nationalpark liegt am linken Ufer des Gambia-Flusses im Distrikt Niamina East (Central River Region) und umfasst die 585 Hektar große Inselgruppe Baboon Islands aus einer großen und vier kleinen Inseln. Die flachen Inseln tragen Galeriewald, eine Form des tropischen Regenwaldes. Der Park ist nicht für die Öffentlichkeit geöffnet, das Betreten der Inseln ist verboten.
Das Schutzgebiet wurde 1978 gegründet, um den Fluss und seine Inseln vor übernutzung zu bewahren. Ein Jahr später startete man ein Projekt zur Wiederansiedlung von Schimpansen, die in der Region seit etwa einem Jahrhundert verschwunden waren.
Der Name des Parks stammt vom Gambia-Fluss, der seine Nordgrenze bildet; die Baboon Islands sind nach den Guinea-Pavianen benannt, die sich die Reserve mit den Schimpansen teilen. Stella Marsden, Tochter des Gründers des Abuko Nature Reserve Eddie Brewer, leitet seit 1979 das Chimpanzee Rehabilitation Project und wurde dafür zum OBE ernannt.
Der Park ist nicht für die Öffentlichkeit geöffnet, und das Betreten der Baboon Islands ist verboten, da Schimpansen Menschen gegenüber aggressiv werden können; Ausnahmen brauchen eine behördliche Genehmigung. Selbst die Bootsumrundung der Inseln wurde 1998 stark eingeschränkt. Der Park liegt am linken Ufer des Gambia-Flusses im Distrikt Niamina East, neben dem Nyassang Forest Park.
In Gambia waren Schimpansen in freier Wildbahn bereits im frühen 20. Jahrhundert ausgestorben. Seit 1979 setzt das Chimpanzee Rehabilitation Project unter Stella Marsden beschlagnahmte Tiere auf den drei größten Inseln aus, wo im Juli 2006 77 Exemplare der dritten Generation lebten. Marsden wurde für diese Arbeit zum OBE ernannt.
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