Via Alpina, grenzüberschreitender Wanderweg, Alpendurchquerung
Die Via Alpina ist ein Fernwanderweg, der durch Österreich, die Schweiz und Italien führt und dabei die Alpen von Ost nach West überquert. Er verbindet fünf unterschiedliche Routen zu einem zusammenhängenden Netz, das Bergpässe, Wälder, Seen und alpine Hochflächen miteinander verknüpft.
Die Via Alpina wurde 1999 in Grenoble von der Association Grande Traversée des Alpes angestoßen und 2000 mit öffentlichen und privaten Organisationen der acht Alpenstaaten ins Leben gerufen. Zwischen 2001 und 2008 förderten zwei INTERREG-IIIB-Alpine-Space-Projekte ihre Entwicklung. Seit 2002 ist sie ein offizielles Umsetzungsprojekt der Alpenkonvention. Das internationale Sekretariat ging im Januar 2014 von der GTA an die CIPRA über.
Die Via Alpina führt durch Dörfer, in denen Berglandwirtschaft und Almwirtschaft noch heute aktiv betrieben werden. Unterwegs sieht man arbeitende Höfe, kleine Kapellen und lokale Handwerkstraditionen, die das Leben in den Alpen seit Generationen prägen.
Der Weg ist in Etappen unterteilt, von denen jede für ein bis zwei Tage ausgelegt ist, sodass sich das Tempo gut anpassen lässt. Entlang der Route gibt es Dörfer mit Unterkünften und Versorgungsmöglichkeiten, was eine flexible Planung erleichtert.
Die Via Alpina nutzt bestehende Wege und Unterkünfte, statt neue Infrastruktur anzulegen; zur vorhandenen Beschilderung kommt nur das Via-Alpina-Logo hinzu. Die 342 Etappenstellen tragen mehrsprachige Informationstafeln. Im Sommer 2025 liefen die Ultraläuferinnen Magdalena Kalus und Susann Lehmann die 1.975 Kilometer und 116.431 Höhenmeter von Triest nach Monaco in 50 Tagen.
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