Piz Lunghin, Berggipfel in Graubünden, Schweiz
Der Piz Lunghin ist ein 2.780 Meter hoher Gipfel in den Alpen des Kantons Graubünden, gelegen im Albula-Gebirge oberhalb des Malojapasss. Der Gipfel besteht größtenteils aus felsigem Gelände, das sich nach unten hin in Almwiesen öffnet.
Der Maloja-Pass zu Füßen des Gipfels war bereits in der Römerzeit eine wichtige Verbindungsroute zwischen der Lombardei und Graubünden. Über Jahrhunderte nutzten Händler, Reisende und lokale Gemeinschaften diesen Übergang für den Austausch von Waren und Ideen.
Der Senda Segantini, ein Wanderweg in der Nähe des Gipfels, ist nach dem Maler Giovanni Segantini benannt, der die Landschaften des Engadins in seinen Gemälden festhielt. Entlang des Weges begegnet man Hinweistafeln, die erklären, welche Motive ihn in dieser Gegend inspirierten.
Zwei Hauptrouten führen auf den Gipfel: eine vom Lägh da Lunghin und eine vom Pass Lunghin, wobei das letzte Stück über Felsgelände und eine enge Rinne führt. Festes Schuhwerk ist wichtig, und es empfiehlt sich, die Wetterbedingungen vorher zu prüfen, da sie sich schnell ändern können.
Am Gipfel des Piz Lunghin treffen drei europäische Wasserscheiden aufeinander: Wasser fließt von hier aus in Richtung Mittelmeer über den Po, in die Nordsee über den Rhein und ins Schwarze Meer über die Donau. Es gibt nur wenige Orte in Europa, an denen drei kontinentale Gewässersysteme so nah beieinander entspringen.
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