Piz da la Margna, Alpengipfel in Graubünden, Schweiz
Der Piz da la Margna ist ein 3158 m hoher Berg der Berninagruppe, der den Silsersee im Kanton Graubünden überragt. Er liegt vollständig auf dem Gemeindegebiet von Bregaglia, im Westen vom Val Forno, im Osten vom Val Fedoz und im Norden von der Valaca eingefasst. In der Nordflanke liegt ein kleiner Gletscher, der Vadrec da Murtairac; von Norden gesehen gleicht der Gipfel einem Schloss.
Die erste verzeichnete Touristenbesteigung unternahmen J. Caviezel, Krättli, Robbi und Zaun im Juni 1857. Der Südostgrat ab der Furcella da la Margna wurde am 14. August 1918 von Hans Frick mit Christian Zippert und Hans Kasper erstbegangen. Eine Variante über den Nordwestgrat gelang am 11. August 1859 Theobald, Prevosti und Stampa mit dem Jäger E. Giovanoli.
Der Name leitet sich vom früher im Bergell verbreiteten Familiennamen Margna ab, nicht von einem romanischen Wort für den Berg. Der Gipfel gilt als «Schildwache des Oberengadins» und sieht von Norden aus wie ein Schloss. Maloja und Sils Maria sind die üblichen Ausgangspunkte.
Die markierte Route durch die Ostflanke startet in Sils Maria (1809 m), nicht in Maloja: über Vaüglia und Ca d'Starnam (2024 m) zur Ostmulde und zum Nordostgrat, Schwierigkeit T6, rund 4½ Stunden. Von Maloja (1815 m) führt die übliche Route über Plan di Cavai und den Vadrec da Murtairac zum Nordostgrat, ebenfalls T6, etwa 4 Stunden. Winterliche Skitouren von beiden Orten sind mit ZS+ bewertet und verlangen sichere Verhältnisse sowie Erfahrung in Steilgelände.
Die südöstliche Kante von der Fuorcla da la Margna erfordert technisches Klettern und präsentiert Schwierigkeitsgrade IV mit exponierten Passagen. Diese Route wird von erfahrenen Kletterern bevorzugt, die sich der zusätzlichen Herausforderungen bewusst sind.
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