Schaan, Gemeindezentrum in Liechtenstein.
Schaan ist die bevölkerungsreichste Gemeinde Liechtensteins und liegt auf etwa 450 Metern Höhe zwischen dem Rheintal im Westen und bewaldeten Hängen im Osten, nördlich der Hauptstadt Vaduz. Das Siedlungsgebiet verteilt sich über mehrere Ortsteile mit Wohnvierteln, Gewerbegebieten, landwirtschaftlichen Flächen und ausgedehnten Waldflächen am Hang.
Römische Truppen errichteten hier um 15 vor Christus ein Militärlager, und Ausgrabungen brachten Waffen und Alltagsgegenstände aus dieser Zeit ans Licht. Im Mittelalter entwickelte sich die Siedlung als Pfarrort und gewann später durch den Anschluss an das Eisenbahnnetz zusätzliche Bedeutung.
Der Name Schaan stammt aus dem Rätoromanischen und bedeutet Abhang oder Neigung, ein Verweis auf die sanft ansteigende Lage zwischen Rheinebene und Bergen. Einheimische nutzen die Fußgängerzone im Zentrum als Treffpunkt, wo man in kleinen Geschäften einkaufen oder an Brunnen rasten kann.
Zwei Bahnhöfe verbinden den Ort mit regionalen Zuglinien in die Schweiz und nach Österreich, wobei Züge tagsüber meist alle halbe Stunde verkehren. Das Zentrum lässt sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad gut erkunden, und öffentliche Busse fahren auch in höher gelegene Wohngebiete.
Vier kleine Gebiete außerhalb des Hauptortes, genannt Exklaven, gehören verwaltungstechnisch zur Gemeinde, obwohl sie geografisch getrennt liegen. Jeder dieser Abschnitte hat eigene Landschaftsformen, von Wiesen über Weinberge bis zu Waldhängen, die man bei Wanderungen entdecken kann.
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