Santa Maria in Turri, Mittelalterliche Kirche in Rom, Vatikanstadt
Santa Maria in Turri war eine mittelalterliche Kirche, die neben dem äußeren Atrium der antiken Petersbasilika stand und ein aufwändiges Mosaik an ihrer Fassade mit Darstellung der Himmelfahrt Christi besaß. Das Gebäude nahm eine zentrale Position in diesem heiligen Bezirk ein und trug zur architektonischen Gestalt des Platzes bei.
Die Kirche wurde im Jahr 701 gegründet und spielte eine wichtige Rolle bei kaiserlichen Krönungen, wenn Herrscher innerhalb ihrer Mauern feierliche Gelübde ablegten. 1155 wurde sie durch einen Angriff stark beschädigt und später verfallen, bis sie während des Wiederaufbaus der Peterskirche abgerissen wurde. Das Mosaik war an der Ostwand von Santa Maria in Turri angebracht. An der Westwand war das Mosaik von Giotto di Bondone, La Navicella, ein Kunstwerk, das ebenfalls verschwunden ist. Wenn Pilger die Basilika San Pietro verließen, mussten sie den Eingangsbereich überqueren, in dem das Navicella-Mosaik zu sehen war.
Die Kirche war lange Zeit ein wichtiges Zentrum für die Hilfe an Bedürftige in der Nähe der alten Petersbasilika. Viele Menschen suchten dort nach Unterstützung und gemeinschaftlicher Fürsorge.
Die Kirche befand sich an einem strategischen Punkt in unmittelbarer Nähe zum Eingang des Atriums der Petersbasilika. Da das Gebäude nicht mehr existiert, können Besucher nur ihren ehemaligen Standort erkunden und die Bedeutung dieses Ortes im historischen Kontext nachvollziehen.
Das aufwendig gestaltete Mosaik auf der Fassade, das die Himmelfahrt Christi zeigte, war ein beeindruckendes Kunstwerk an einem weniger bekannten Bauwerk. Diese künstlerische Dekoration ist heute nur noch aus historischen Aufzeichnungen bekannt.
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