Zacherlhaus, Art-Nouveau-Wohngebäude in der Inneren Stadt, Österreich.
Das Zacherlhaus ist ein Wohngebäude im Jugendstil in der Inneren Stadt mit einer markanten grauen Granitfassade, verziert mit kunstvollen Skulpturen einschließlich der Erzengel-Michael-Figur und dekorativen Karyatiden von Franz Metzner. Das Gebäude befindet sich an der Ecke von Brandstätte, Wildpretmarkt und Bauernmarkt und dient heute sowohl als Wohn- als auch als Büroraum.
Das Gebäude wurde zwischen 1903 und 1905 erbaut und vom Unternehmer Johann Evangelist Zacherl in Auftrag gegeben, dessen Familie durch die Herstellung von Insektiziden zu Wohlstand kam. Diese Zeit markierte eine Phase intensiver architektonischer Innovation in Wien, als moderne Entwürfe die Stadt prägten.
Das Gebäude trägt den Namen seines Auftraggebers und zeigt die charakteristische Handschrift des Otto-Wagner-Stils, der um 1900 das Erscheinungsbild Wiens veränderte. Die Mischung aus Wohnraum und Büroflächen spiegelt wider, wie sich die Nutzung von Gebäuden in dieser Zeit gewandelt hat.
Das Gebäude befindet sich in einem belebten zentralen Bereich, der leicht zu Fuß erreichbar ist und von anderen Sehenswürdigkeiten umgeben ist. Da es sich heute um ein aktives Wohn- und Bürogebäude handelt, ist der Zugang zum Inneren möglicherweise eingeschränkt, aber die beeindruckende Fassade und die Skulpturen sind von der Straße aus vollständig sichtbar.
Das Innere des Gebäudes enthält ein ovales Treppenhaus mit einer ungewöhnlichen Lampe in Form eines Insekts, ein subtiles Zeugnis des Geschäftes, das die Familie reich machte. Diese Detail verbindet den Geschäftserfolg des Patrons auf kreative Weise mit dem architektonischen Design.
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