Gundelhof, Historisches Wohngebäude in der Inneren Stadt, Wien, Österreich.
Der Gundelhof ist ein Wohnhaus an der Brandstätte 5 und Bauernmarkt 4 in der Wiener Inneren Stadt, 1949 anstelle eines älteren Hauses errichtet. Seine schlichte Nachkriegsfassade schließt die Brandstätte zum Bauernmarkt hin ab, sodass diese Gasse früher nur durch den Hof oder über zwei Schwibbögen vom Stephansfreithof aus erreichbar war. Im Hof standen die Verkaufsbuden des Gänsemarkts.
Das ursprüngliche Gebäude wird erstmals 1343 erwähnt und barg die Thomaskapelle, eine kleine Kapelle aus dem Mittelalter. Kaiser Friedrich III. besuchte es 1458, was dem Ort damals große Aufmerksamkeit verschaffte.
Das Gundelhof war zwischen 1815 und 1824 ein Ort für Musikaufführungen, wo Schubert seine Werke der Wiener Gesellschaft präsentierte. Die Räume zogen damals Künstler und Musikliebhaber an, die hier neue Kompositionen hörten.
Der Gundelhof liegt an der Ecke, wo die Brandstätte auf den Bauernmarkt trifft, wenige Schritte vom Stephansplatz entfernt. Im 15. Jahrhundert war die Brandstätte nur durch den Hof oder zwei Schwibbögen vom Stephansfreithof aus zu betreten; heute führt die Passage zwischen beiden Straßen durch das Haus. Die Hausnummern sind Brandstätte 5 und Bauernmarkt 4.
Der Gänsemädchenbrunnen von Anton Paul Wagner, geschaffen 1865/66, stand zuerst im Hof des Gundelhofs, wo der Gänsemarkt abgehalten wurde; 1879 wurde er aus Platzgründen an die Mariahilfer Straße versetzt. Den Namen trägt das Haus nach Georg von Gundlach, der es 1490 erwarb und umbauen ließ.
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