Virgilkapelle, Mittelalterliche Kapelle in Innere Stadt, Österreich
Die Virgilkapelle ist eine mittelalterliche Kapelle unter dem Stephansplatz in Wien, die tief unter dem heutigen Straßenniveau liegt. Der Raum hat einen rechteckigen Grundriss mit sechs Nischen und gehört heute zu einem archäologischen Museum.
Die Kapelle wurde im frühen 13. Jahrhundert unter Herzog Friedrich dem Streitbaren, dem letzten Babenberger, errichtet. Sie gehört damit zu den ältesten erhaltenen Sakralbauten Wiens.
Die Kapelle zeigt gotische Wandmalereien und keltische Kreuze, die in die Nischen eingelassen sind. Diese Werke stammen aus dem Mittelalter und sind heute noch direkt zu sehen.
Der Zugang zur Kapelle erfolgt direkt über die U-Bahn-Station Stephansplatz, was die Anreise einfach macht. Da der Abstieg über Treppen führt und der Untergrundraum kühl und feucht ist, empfiehlt sich festes Schuhwerk.
Die Kapelle wurde 1973 zufällig entdeckt, als Arbeiter beim Bau der Wiener U-Bahn gruben. Sie war über mehrere Jahrhunderte vollständig unter dem gewachsenen Stadtboden verborgen geblieben.
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