Virgilkapelle, Mittelalterliche Kapelle in Innere Stadt, Österreich
Die Vergilius-Kapelle ist eine unterirdische Kapelle in der Inneren Stadt und erstreckt sich unter einem rechteckigen Grundriss mit sechs verzierten Nischen. Der Raum liegt tief unter der modernen Oberfläche und wurde im Laufe der Jahrhunderte vom Baumaterial und den Schichten der Stadt überlagert.
Die Kapelle stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert und wurde während der Herrschaft Friedrichs des Streitsamen zwischen 1230 und 1246 erbaut. Sie entstand unter den Initiativen des letzten Babenberger-Herzogs und gehört zu den ältesten erhaltenen Bauwerken Wiens.
Die Kapelle zeigt Wandmalereien aus dem Mittelalter und keltische Kreuze in ihren Nischen, die von der Kunstsprache der Gotik in Wien zeugen. Besucher können diese Werke heute unmittelbar sehen und die religiöse Kunsttradition dieser Zeit nachvollziehen.
Der Zugang zur Kapelle führt direkt durch die U-Bahn-Station Stephansplatz, was die Anfahrt sehr einfach macht. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da der Abstieg über Treppen führt und der unterirdische Raum kühl und feucht sein kann.
Die Kapelle lag mehr als ein Jahrhundert völlig verborgen, bis Arbeiter sie 1973 während des Baus der Wiener U-Bahn zufällig entdeckten. Diese unerwartete Entdeckung offenbarte eines der ältesten noch vorhandenen Heiligtümer der Stadt.
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