Katakomben des Wiener Stephansdomes, Unterirdische Begräbnisstätte im Stephansdom, Wien, Österreich
Die Katakomben unter dem Stephansdom sind ein Netzwerk aus Kalksteintunneln und Kammern, das sich unter der Kathedrale erstreckt. Die unterirdischen Räume enthalten zahlreiche Bestattungsplätze und zeigen verschiedene Grabmäler sowie architektonische Strukturen aus unterschiedlichen Zeitperioden.
Die Katakomben entstanden schrittweise ab dem Mittelalter als Bestattungsort unter der wachsenden Kathedrale. Während der Pestepidemie von 1735 wurden sie intensiv zur Aufnahme von Tausenden Verstorbenen genutzt, was den Raum dauerhaft veränderte.
Die Katakomben sind ein bedeutender Ort, wo man heute noch die unterschiedlichen Bereiche für verschiedene Gesellschaftsschichten sehen kann. Besucher bemerken, wie die Raumaufteilung die sozialen Unterschiede der damaligen Zeit widerspiegelt.
Der Zugang erfolgt durch Führungen, die regelmäßig von einem Seiteneingang der Kathedrale starten. Die unterirdischen Gänge sind eng und es braucht eine gewisse Mobilität, um die Tour vollständig zu bewältigen, daher sollten bequeme Schuhe getragen werden.
Der herzogliche Krypta enthält etwa 60 kupferne Behälter mit konservierten inneren Organen von Mitgliedern der Habsburgerdynastie, darunter die von Kaiserin Maria Theresia. Dieses ungewöhnliche Bestattungsritual wird heute selten erwähnt, obwohl es einen eigenen Bereich der Katakomben einnimmt.
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