Herzogsgruft, Grabkammer unter dem Stephansdom in Wien, Österreich
Die Fürstengruft ist eine Begräbniskammer unter dem Stephansdom in Wien, die Überreste von Habsburgern beherbergt. Der Raum enthält zahlreiche Steinkisten und Metallbehälter, die in mehreren Kammern untergebracht sind.
Der Raum wurde 1365 unter der Herrschaft von Herzog Rudolf IV. als Teil des Dombaus angelegt und diente als Hauptgruftstadte der osterreichischen Herzoge. Ein oval geformter Erweiterungsbau aus dem 18. Jahrhundert entstand aus Platzmangel.
Der Name des Ortes verweist auf die fürstliche Bestattungstradition, die über Jahrhunderte an diesem Ort gepflegt wurde. Besucher können heute sehen, wie die Kapelle mit ihren schlichten Steinsärgen und Urnen von der Kontinuität dieser Dynastie zeugt.
Der Zugang zur Gruft erfolgt durch gefuhrte Touren im Stephansdom, die von sachkundigen Guides geleitet werden. Besucher sollten berücksichtigen, dass enge Treppenschachte und begrenzte Beleuchtung den Abstieg charakterisieren.
Die Leichen, Herzen und Organe von Habsburgmitgliedern wurden an verschiedenen Orten bestattet, was eine weit verbreitete mittelalterliche Praxis widerspiegelt. Diese Aufteilung der sterblichen Uberreste ermoglichte es, mehrere Orte gleichzeitig als heilig zu ehren.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.