Hochaltar des Stephansdoms, Frühbarocker Altar im Stephansdom, Wien, Österreich
Der Hochaltar des Stephansdoms ist ein frühbarockes Altarwerk aus Sterzinger Marmor, das sich im Chorraum der Wiener Domkirche befindet und die Form eines Hausportals annimmt. Es zeigt in detaillierten Reliefs das Martyrium des heiligen Stephanus, des Schutzpatrons des Doms.
Die Brüder Johann Jacob und Tobias Pock schufen den Altar zwischen 1641 und 1647 im Auftrag von Fürstbischof Philipp Friedrich Graf Breuner. Entstanden in einer Zeit katholischer Erneuerung, spiegelt das Werk den starken Einfluss der Habsburger auf das kirchliche Leben der Stadt wider.
Der Hochaltar zeigt neun Marmorfiguren, darunter die Heiligen Leopold, Florian, Sebastian und Rochus, die in der Region besondere Verehrung genießen. Wer den Dom besucht, erkennt in diesen Figuren eine lebendige Verbindung zum lokalen Glaubensleben.
Der Altar ist vom Mittelschiff der Kathedrale aus gut sichtbar, aber für einen näheren Blick auf die Reliefs lohnt es sich, bis zum Chorbereich vorzugehen. Es empfiehlt sich, zu einer ruhigen Tageszeit zu kommen, wenn weniger Besucher im Dom sind.
Die neun Figuren, Kapitelle und Kartuschen des Altars sind aus Sterzinger Marmor gearbeitet, den Pock 1641 selbst in einem Tiroler Steinbruch auswählte und dem Sterzinger Maurer Martin Zwölfer übertrug. Die Lieferung verzögerte sich, ein Teil fehlte noch 1665. Der Stein hat seither einen gelblichen Ton angenommen, der am Altar zu sehen ist.
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