Kenotaph für Herzog Rudolf IV., Mittelalterliches Kenotaph im Stephansdom, Wien, Österreich.
Das Kenotaph Rudolfs IV. ist ein leeres Grab im Stephansdom, das nach dem Zweiten Weltkrieg an die Südseite des Polygons des Frauenchores versetzt wurde. Der Tumbadeckel aus rotem Adneter Marmor zeigt überlebensgroße Figuren Rudolfs und seiner Gemahlin Katharina, die Häupter auf Kissen, die Augen offen, zwei Löwen zu ihren Füßen. Der Sockel trägt gotische Bögen, unter denen einst je acht Statuen auf den Längsseiten standen, die verloren sind.
Rudolf IV. starb am 27. Juli 1365 mit 25 Jahren in Mailand; sein Leichnam wurde mit Rotwein behandelt, in eine schwarze Rinderhaut eingenäht und über die Alpen nach Wien überführt. Das Kenotaph wurde wahrscheinlich schon zu seinen Lebzeiten errichtet und stand zunächst im Albertinischen Chor vor dem Hochaltar, nahe dem Eingang zur Herzogsgruft. 1493, nach dem Tod Kaiser Friedrichs III., wurde es an die Südseite des Nordchores versetzt, nach dem Zweiten Weltkrieg an die Südseite des Polygons des Frauenchores.
Die Inschrift auf Rudolfs Grabplatte ist im Alphabetum Kaldeorum verfasst, einer mittelalterlichen Geheimschrift, deren Urheberschaft Rudolf IV. selbst zugeschrieben wird. Sie gibt nur seinen Namen und Titel wieder, möglicherweise um seine Vorliebe für die Geheimschrift zu zeigen. Die kleinen Statuen trauernder Mönche und Universitätsvertreter unter den gotischen Bögen des Sockels sind verloren gegangen.
Das Kenotaph befindet sich im Inneren des Stephansdoms und ist während der regulären Öffnungszeiten der Kathedrale zugänglich. Besucher sollten mit angemessener Kleidung kommen, da es sich um einen religiösen Ort handelt, und genügend Zeit einplanen, um die Details des Steindenkmals zu erkunden.
Der Tumbadeckel zeigt Rudolf und seine Gemahlin Katharina mit offenen Augen und Löwen zu ihren Füßen, ein Bild der Auferstehung statt des Todes. Die Inschrift der Grabplatte ist im Alphabetum Kaldeorum verfasst, einer Rudolf selbst zugeschriebenen mittelalterlichen Geheimschrift, und nennt nur seinen Namen und Titel.
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