Retz, Historische Stadt im Bezirk Hollabrunn, Österreich
Retz ist eine Stadt mit Stadtrechten im nördlichen Niederösterreich, gelegen zwischen dem Zentrum und der böhmischen Grenze in der Nähe von traditionellen Weinanbaugebieten. Der Ort besteht aus einem historischen Kern mit Renaissance-Gebäuden und einem ausgedehnten unterirdischen Netzwerk aus Weinkellern, das unter den Häusern und Plätzen verborgen liegt.
Die Stadt wurde 1180 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt ihre Stadtverschreibung 1295, als ein Dominikanerkloster gegründet wurde. Diese klösterliche Gründung prägte die Entwicklung des Ortes als religiöses und später wirtschaftliches Zentrum der Region.
Der zentrale Platz zeigt Häuser mit aufwändigen Sgraffito-Dekorationen, besonders das Haus von 1576 mit seinen wiederhergestellten bemalten Fassaden, die noch heute das Bild der Stadt prägen. Diese Dekoration ist typisch für die reiche Vergangenheit als Handelsplatz und spiegelt das Selbstbewusstsein der damaligen Einwohner wider.
Die Stadt lässt sich am besten zu Fuß erkunden, da die historischen Gassen eng beieinander liegen und der zentrale Platz das Herz bildet. Besucher sollten genug Zeit einplanen, um auch die unterirdischen Weinkeller zu besichtigen, die unter der Stadt verborgen sind.
Ein holzerner Mühlenstumpf ragt seit 1772 über der Stadt auf und markiert den Eingang zu einem Labyrinth aus Weinkellern, das sich mehrere Etagen tief in die Erde erstreckt. Diese unterirdische Welt war einst das Herzstück der lokalen Weinwirtschaft und ist heute ein seltenes Beispiel für mittelalterliche Speicherarchitektur.
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