Hundertwasserhaus, Expressionistisches Wohnhaus im Bezirk Landstrasse, Wien, Österreich
Das Hundertwasserhaus ist ein Wohnkomplex im Bezirk Landstraße, der mit 53 Wohnungen auf mehreren Stockwerken verteilt ist. Keine Wand steht gerade, jedes Fenster hat eine andere Größe und die bunten Fassaden wechseln von Grün über Blau bis zu warmen Gelbtönen.
Die Stadt Wien beauftragte den Bau in den frühen Achtzigern als Teil eines sozialen Wohnprogramms. Friedensreich Hundertwasser arbeitete ohne Honorar und setzte seine Vision von bewohnbarer Kunst in einem öffentlichen Projekt um.
Der Gebäudename ehrt den Künstler Friedensreich Hundertwasser, dessen Philosophie gegen die gerade Linie sich in jedem Detail zeigt. Bewohner pflegen die Bäume, die aus einzelnen Fenstern wachsen und das Leben mit Pflanzen verbinden.
Das Wohngebäude selbst bleibt privat und kann nicht betreten werden, aber die Außenseite lässt sich vom Gehsteig aus betrachten. Das benachbarte Hundertwasser Village bietet Geschäfte und ein Café im selben Stil und ist tagsüber geöffnet.
Jeder Bewohner darf die Fassade rund um sein Fenster selbst gestalten, solange er sich mit dem Arm hinauslehnen und den Pinsel führen kann. Diese sogenannte Fensterrecht-Regel sorgt dafür, dass sich das Äußere über die Jahre immer wieder verändert.
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