Alte Pfarrkirche Pötzleinsdorf, Barockkirche in Währing, Wien, Österreich.
Die Ägydiuskirche ist eine spätbarocke, einschiffige Kirche mit rechteckigem Raum und abgerundeten Ecken. Der quadratische Turm ist in die Fassade einbezogen. An der Nordmauer stehen zwei barocke Grabsteine, und aus einem Maskaron in einer Wandnische fließt das Wasser der Pötzleinsdorfer Quelle.
1529 wurde in Pötzleinsdorf erstmals eine Maria und dem heiligen Wilhelm geweihte Kapelle genannt; 1683 brannte sie während der Zweiten Wiener Türkenbelagerung nieder und wurde wieder aufgebaut. 1746 erfolgte der Ausbau zur Kirche, die der große Dorfbrand 1750 mit 31 der 32 Häuser vernichtete. 1752 begann der Neubau am von Gräfin Negrelli an das Himmelpfortkloster gestifteten Grundstück; der alte Standort ist unbekannt. 1784 wurde die Kirche Pfarrkirche, am 1. September 1964 Filialkirche.
Die Kirche ist dem heiligen Ägidius geweiht, den ein von Johann Nepomuk Steiner gemalter Seitenaltar zeigt. Über dem Tabernakel mit anbetenden Engeln hängt ein ikonenartiges Marienbild aus dem 17. Jahrhundert; der marmorne Taufkessel trägt eine Metallkopie der Figur Johannes des Täufers, die eine gestohlene Elfenbeinplastik ersetzte.
Die Kirche steht in Pötzleinsdorf im 18. Wiener Gemeindebezirk Währing. Die Straßenbahnlinie 40 oder 41 fährt zur Station Pötzleinsdorf, von dort sind es wenige Gehminuten. Der Innenraum wurde im Sommer 2002 renoviert. Als Filialkirche der Pfarre Christkönig ist sie nicht die Hauptpfarrkirche des Bezirksteils.
Die ursprünglichen Glocken des Turms wurden in beiden Weltkriegen für Rüstungszwecke abtransportiert; heute hängen vier Glocken darin. Aus einem Maskaron in einer Wandnische fließt das Wasser der Pötzleinsdorfer Quelle, der einst heilkräftige Wirkung nachgesagt wurde. An der nordseitigen Mauer vor der Kirche stehen zwei barocke Grabsteine.
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