Stadttempel, Klassizistische Synagoge in Innere Stadt, Österreich
Der Stadttempel ist eine neoklassizistische Synagoge in der Inneren Stadt Wiens mit einem ovalen Innenraum, der von zwölf ionischen Säulen getragen wird. Eine zweigeschossige Frauengalerie erstreckt sich unter einer zentralen Kuppel, die durch ein Oberlicht erhellt wird.
Die Synagoge wurde zwischen 1824 und 1826 erbaut, nachdem Kaiser Joseph II. Regelungen erließ, die religiöse Orte außer der katholischen Kirche der öffentlichen Sicht entzogen. Dies führte dazu, dass das Gebäude in Wohngebäude integriert wurde, um von der Straße nicht sichtbar zu sein.
Der Stadttempel dient der jüdischen Gemeinde Wiens als Ort für Gottesdienste und Versammlungen. Besucher können hier das religiöse Leben und die Traditionen der Gemeinde in einem lebendigen Kontext erleben.
Der Zugang ist geregelt und erfordert Planung im Voraus, da Besucher eine Sicherheitsprüfung durchlaufen müssen. Es ist ratsam, die genaue Lage an der Seitenstettengasse zu suchen, da sich das Gebäude diskret zwischen Wohnhäusern befindet.
Das Gebäude ist das einzige jüdische Gotteshaus in Wien, das den Zweiten Weltkrieg intakt überstanden hat, weil es geschickt in die umgebende Wohnstruktur eingebunden war. Diese verborgene Integration schützte es während einer Zeit, als viele andere religiöse Stätten zerstört wurden.
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