Aelium Cetium, Römische Ausgrabungsstätte in St. Pölten, Österreich.
Aelium Cetium ist eine römische Siedlung aus dem 1. und 2. Jahrhundert in St. Pölten, deren Überreste Wohngebäude, Straßen und öffentliche Gebäude zeigen. Die Ausgrabungsfunde deuten auf eine wohlhabende Gemeinde hin, die sich über mehrere Hektar erstreckte und strategisch an der Donau lag.
Der Ort wurde von den Römern im 1. Jahrhundert gegründet und erhielt unter Kaiser Hadrian zwischen 117 und 138 den Status einer Municipium, wodurch er administrative Bedeutung erhielt. Diese Erhebung machte den Ort zu einem wichtigen Verwaltungs- und Handelsknoten in der römischen Provinz Noricum.
Das Siedlungsgebiet zeigt Spuren seiner Bedeutung als Handelsplatz an einer wichtigen Flussroute durch das Donautal. Die Anordnung der Gebäudereste deutet auf eine organisierte Gemeinschaft hin, die wirtschaftlich mit anderen römischen Zentren verbunden war.
Der Ort ist in der Altstadt von St. Pölten verteilt und lässt sich zu Fuß erkunden, wobei Informationstafeln die Geschichte erklären. Am besten besucht man die Stätte mit ausreichend Zeit, um die verschiedenen Bereiche zu sehen und die Überreste zu verstehen.
Die Siedlung ist im Itinerarium Antonini, einer antiken römischen Straßenkarte, aufgezeichnet und zeigt ihre Bedeutung als Halt auf Fernhandelsrouten. Dieser Eintrag beweist, dass der Ort für Reisende und Händler in der gesamten Antike bekannt und wichtig war.
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