Stöhr-Haus, Art Nouveau Wohngebäude in St. Pölten, Österreich.
Das Stöhr- oder Olbrichhaus an der Kremser Gasse 41 ist ein zweigeschossiges Wohngebäude im Jugendstil mit feinen Details an der Fassade. Der Bau zeigt charakteristische Merkmale dieser Epoche mit dekorativen Elementen und dem medizinischen Relief als künstlerisches Highlight.
Das Gebäude entstand 1899 nach Plänen von Joseph Maria Olbrich für den Spitalsarzt Hermann Stöhr und ersetzt ein älteres Haus an dieser Stelle. Die Errichtung fiel in eine Phase, in der St. Pölten sich modernisierte und solche künstlerischen Bauten zum Symbol des Aufbruchs wurden.
Das Haus zeigt ein Relief mit einer Frau, die die Schlange des Äskulap füttert, ein Symbol, das Heilkunde und Handwerk verbindet. Diese Darstellung erzählt von der medizinischen Leidenschaft des ursprünglichen Besitzers und seiner Beziehung zur Kunst.
Das Haus befindet sich in der Altstadt von St. Pölten und ist von der Straße aus sichtbar, wodurch es einfach zu besuchen ist. Als bewohntes Privatgebäude kann man es nur von außen besichtigen, was aber völlig ausreicht, um die künstlerische Gestaltung zu würdigen.
Ernst Stöhr, Mitbegründer der Wiener Secession und Bruder des Hausherrn, war an der Gestaltung der Fassade beteiligt. Diese Verbindung zwischen Familie, Kunstbewegung und Architektur machte das Haus zu einem besonderen Ort im kunsthistorischen Kontext Wien Süd.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.