Schlögener Schlinge, Flussschleife in Haibach ob der Donau, Österreich
Die Schlögener Schlinge ist eine Flussschleife der Donau zwischen Passau und Linz, die sich tief durch das Granithochland des Mühlviertels gegraben hat. Die Donau windet sich hier in einem fast symmetrischen Bogen, wobei die Flussbreite etwa 140 Meter misst und die Höhe des Aussichtspunktes über dem Wasser etwa 90 bis 100 Meter beträgt.
Die Schlinge ist ein epigenetisches Durchbruchstal: Die Donau floss bereits über eine Ebene auf dem böhmischen Massiv und schnitt sich beim Anheben in das Gestein ein, wobei sie ihren mäandrierenden Lauf beibehielt. An der ersten Kehre wendet sie sich um 180 Grad von Südost auf Nordwest, es folgt eine zweite 180-Grad-Kehre mit größerem Radius. Das Kraftwerk Aschach staut das Wasser heute hier auf, und die Schlinge galt früher als einer der gefährlichsten Abschnitte der Donauschifffahrt.
Die Schlinge ist nach Schlögen benannt, einem Ortsteil der Gemeinde Haibach ob der Donau am rechten, südlichen Ufer. Bei einer Online-Umfrage der Oberösterreichischen Nachrichten wurde sie 2008 aus 22 Vorschlägen mit großem Abstand zum „Naturwunder Oberösterreichs“ gewählt.
Der Aussichtspunkt ist von einem Parkplatz am Hotel Donauschlinge über einen Wanderweg erreichbar, der etwa 1,5 Kilometer lang ist und etwa 180 Meter Höhenunterschied überwindet. Der Weg ist gut ausgeschildert und kann auch mit mäßiger Fitness bewältigt werden, wobei feste Schuhe empfohlen sind.
Die Schlinge liegt zwischen den Donaukilometern 2186,5 und 2180,5. 2008 kürte die Bevölkerung sie bei einer Online-Umfrage der Oberösterreichischen Nachrichten mit großem Abstand vor 21 weiteren Vorschlägen zum „Naturwunder Oberösterreichs“. Das obere Donautal liegt im Stauraum des Kraftwerks Aschach, die Donau fließt hier also nicht frei durch die Kehre.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.242 Mitwirkenden weltweit.