Burg Marsbach, Mittelalterliche Festung in Hofkirchen im Mühlkreis, Österreich
Burg Marsbach ist eine mittelalterliche Festung, die auf einem schmalen Plateau über der Donau thront. Das Bauwerk besteht aus einem dreistöckigen rechteckigen Bau mit Rundturm und südlichem Anbau, der die Anlage zusammenhängend gestaltet.
Die Nennung „Raffoldus de Morspah“ von 1075 ist eine Fälschung; die Marsbacher, Passauer Ministerialen, stammen von Wernhard von Wesen ab, der sich um 1170 nach Marsbach nannte. 1248 ächtete König Heinrich VII. Heinrich von Marsbach, der die Burg dem Bischof von Passau übergab; 1267 nahmen Otto und Ortolf II. sie ihrem Vater Ortolf I. ab. Nach den Fehden kam Marsbach 1281 wieder an Passau und blieb bis zur Säkularisation 1803 bei den Bischöfen.
Ab 1529 war die Burg Sitz des Landgerichts der Passauer Besitzungen im Mühlviertel, das zuvor in Velden (dem heutigen Neufelden) bestanden hatte. Bischöfliche Oberpfleger wie Veit Tattenbeck (1591–1624) verwalteten von hier aus das Mühlviertel. In den Türkenkriegen diente Marsbach 1594 der Bevölkerung als Fluchtburg.
Die Burg befindet sich in Privatbesitz und erfordert vorherige Genehmigung für Besuche, was eine Planung im Voraus notwendig macht. Der Ort ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln von der nahe gelegenen Stadt Hofkirchen im Mühlkreis erreichbar.
Die Burg liegt an einem Steilabfall am linken Donauufer, und ihre Lage auf dem Grat erlaubte den Herren den Einblick auf den Strom von Niederranna bis zur Schlögener Schlinge. 1594 diente die Anlage in den Türkenkriegen der Bevölkerung als Fluchtburg. Der viereckige Bergfried im äußersten Osten stammt von der Burg des 13. Jahrhunderts; der übrige Bau wurde nach 1561 neu errichtet.
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