Hinteres Sonnwendjoch, Berggipfel in Thiersee, Österreich
Das Hintere Sonnwendjoch ist der höchste Gipfel der Mangfallgebirgsgruppe in den Bayerischen Voralpen, gelegen im österreichischen Thiersee. Die Nordseite des Berges fällt steil ab, während die südlichen Hänge aus Plattenkalk bestehen und der Hauptgipfelbereich von Dolomitgestein geprägt wird.
Der Berg entstand während des späten Karnium-Norium, einer Phase der Trias, als Ablagerungen aus Dolomit und Kalkstein die heutige Struktur des Gipfels formten. Diese geologischen Schichten sind noch heute auf den Flanken und am Gipfel sichtbar.
Das Sonnwendjoch liegt an der Grenze zwischen Österreich und Bayern, und seine Routen werden von Wanderern aus beiden Ländern regelmäßig begangen. Die Route über die Ackernalm ist dabei die bekannteste und wird besonders an Wochenenden stark frequentiert.
Der gebräuchlichste Aufstieg beginnt an der Ackernalm, die über eine mautpflichtige Straße von Bayrischzell oder Kufstein aus erreichbar ist. Der Weg führt über offenes Gelände mit einigen steileren Abschnitten kurz vor dem Gipfel, daher empfiehlt sich festes Schuhwerk.
Obwohl der Gipfel auf österreichischem Gebiet liegt, trägt er einen Namen, der in Bayern ebenso geläufig ist, was die historisch gewachsene Verbindung zwischen den beiden Regionen widerspiegelt. Das Wort Sonnwendjoch bezieht sich auf die Sonnenwende und deutet darauf hin, dass der Gipfel einst als Orientierungspunkt für die Beobachtung des Sonnenstandes genutzt wurde.
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