Sankt Marxer Friedhof, Friedhof im Bezirk Landstraße, Wien, Österreich
Der Sankt Marxer Friedhof ist eine ummauerte Anlage von rund 60.000 m² im 3. Wiener Gemeindebezirk Landstraße, umgeben von einer unverputzten Ziegelmauer. Auf fast rechteckigem Grund sind 5.635 der ursprünglich über 8.000 Gräber erhalten, die ältesten Grabsteine stehen an der Friedhofsmauer. Das Mozart-Denkmal ist eine helle Steinsäule auf gestuftem Sockel, an die sich eine geflügelte Figur lehnt; zu Füßen liegen Schnittblumen.
Der Friedhof wurde 1784 gegründet und diente bis 1874 als einer der wichtigsten Begräbnisplätze Wiens außerhalb der Stadtmauern. Diese lange Betriebsdauer zeigt, wie bedeutsam dieser Ort in der Stadtgeschichte war, bevor andere Friedhöfe eröffnet wurden.
Der Friedhof zeigt in seinen Grabmälern verschiedene künstlerische Stile aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die von den Handwerkern und Künstlern der Zeit gestaltet wurden. Wer über die Wege geht, kann an diesen Steinen ablesen, wie sich der Geschmack und die Kunstfertigkeiten über Jahrzehnte verändert haben.
Der Friedhof ist zugänglich und lädt zum Spaziergang über seine Wege ein, wo man in aller Ruhe die Grabsteine betrachten kann. Es ist hilfreich, bequeme Schuhe zu tragen, da der Untergrund uneben sein kann und man Zeit zum Erkunden der verschiedenen Bereiche benötigt.
Wolfgang Amadeus Mozart wurde hier 1791 beerdigt, doch der genaue Ort seines Grabes bleibt bis heute unbekannt, obwohl viele Suchversuche unternommen wurden. Diese rätselhaften Umstände machen den Friedhof zu einem Ort, der Musikliebhaber und Geschichtsfans gleichermaßen anzieht.
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